Im Gegensatz zum herkömmlichen chronologischen Lebenslauf stellt der kompetenzorientierte Lebenslauf deine Fähigkeiten und Kompetenzen in den Vordergrund und nicht deinen beruflichen Werdegang.

So kannst du dein Fachwissen in eine überzeugende Geschichte verwandeln und dich damit von der Konkurrenz abheben.

Auch wenn er weniger verbreitet ist, ist dieser Lebenslaufstil nicht nur ein vorübergehender Trend. Tatsächlich wächst die Beliebtheit von kompetenzorientierten Lebensläufen laut einem aktuellen Bericht sowohl bei Arbeitgebern als auch bei Arbeitnehmern stetig.

Fragst du dich, was diesen Ansatz so bahnbrechend macht und wie du davon profitieren kannst?

Willkommen zu unserem umfassenden Leitfaden, in dem du Folgendes findest:

  • Was ein kompetenzorientierter Lebenslauf ist;
  • Für wen er geeignet ist;
  • Wie man einen kompetenzorientierten Lebenslauf verfasst;
  • Eine Vorlage für einen kompetenzorientierten Lebenslauf.

Was ist ein kompetenzorientierter Lebenslauf?

Ein kompetenzorientierter Lebenslauf ist eine Art von Lebenslaufformat, mit dem du deine besten Eigenschaften hervorheben kannst, die für die Stelle relevant sind, an der du interessiert bist.

Das erreichst du, indem du den Abschnitt „Kompetenzen“ in den Mittelpunkt deines Lebenslaufs stellst, während die Abschnitte Berufserfahrung und „Ausbildung in den Hintergrund treten.

Warum ist die Betonung der Kompetenzen so wichtig?

Auch wenn die Berufsbezeichnungen gleich bleiben, können die Aufgaben, Projekte und die Erfahrungen, die du dabei sammelst, sehr unterschiedlich sein. In der Arbeitswelt verfügen Menschen in derselben Position nicht immer über genau dieselben Kompetenzen. Die einzigartigen Kompetenzen jedes Einzelnen werden durch seine individuellen Erfahrungen, Aufgaben und seine persönliche Entwicklung geprägt.

Für wen eignet sich ein kompetenzorientierter Lebenslauf?

Bei der Wahl des richtigen Lebenslaufformats geht es darum, die Aufmerksamkeit der Personalverantwortlichen auf deine Stärken zu lenken und von deinen Schwächen abzulenken. Und die Wahl der richtigen Strategie (d. h. des Lebenslaufformats) hängt von deiner Situation ab.

Ein kompetenzorientierter Lebenslauf kann eine hervorragende Wahl sein, wenn du:

  • einen Karrierewechsel anstrebst. Du hast dich entschieden, Neuland zu betreten und den Beruf oder die Branche zu wechseln.
  • Frischgebackener Absolvent bist. Direkt nach dem Studium einen Job zu finden, ist bekanntermaßen schwierig, vor allem, weil du noch keine Berufserfahrung hast.
  • kaum oder gar keine einschlägige Erfahrung hast. Dein Interesse an einer bestimmten Stelle rührt vielleicht von ehrenamtlichem Engagement oder der Ausübung deiner Leidenschaft außerhalb der Arbeit her.
  • Eine Lücke in deinem Lebenslauf hast. Vielleicht hast du dich aus persönlichen oder gesundheitlichen Gründen dazu entschlossen, eine Auszeit von deiner Karriere zu nehmen.
  • Du wechselst häufig den Job. Du hattest schon viele verschiedene Stellen, aber keine davon sehr lange.

All diese Szenarien haben eines gemeinsam: Es fehlt an kontinuierlicher, langfristiger Berufserfahrung in einer spezialisierten Position.

Deshalb solltest du dafür sorgen, dass die Personalverantwortlichen zuerst deine Fähigkeiten wahrnehmen.

skills-based vs. chronological resume

Kompetenzorientierter Lebenslauf vs. chronologischer Lebenslauf: Was ist der Unterschied?

Die wichtigsten Unterschiede zwischen einem kompetenzorientierten Lebenslauf und seinem traditionelleren Gegenstück (dem chronologischen Lebenslauf) liegen in ihrem Schwerpunkt und ihrer Struktur.

1. Schwerpunkt

  • Ein kompetenzorientierter Lebenslauf konzentriert sich auf deine – nun ja – Kompetenzen. Er beantwortet die Frage „Was kannst du?“ statt „Zeig mir, wo du gearbeitet hast.“
  • Ein chronologischer Lebenslauf hingegen konzentriert sich darauf, deine Berufserfahrung in umgekehrter chronologischer Reihenfolge darzustellen. Der chronologische Lebenslauf eignet sich hervorragend für erfahrene Fachkräfte mit einem stabilen beruflichen Werdegang. Wenn du einen konsistenten Karriereweg eingeschlagen hast, bei dem jede Stelle auf der vorherigen aufbaut, ist dies das richtige Format für dich.

2. Struktur

Der Unterschied in ihrem Schwerpunkt spiegelt sich auch in ihrer Struktur wider. Sowohl der kompetenzorientierte Lebenslauf als auch der chronologische Lebenslauf widmen den größten Teil ihres Layouts der Darstellung relevanter Kompetenzen bzw. Berufserfahrung.

Struktur eines kompetenzorientierten Lebenslaufs

  1. Kontaktdaten. Gib deinen Namen, deine Telefonnummer, E-Mail-Adresse, dein LinkedIn-Profil und relevante Social-Media-Konten an.
  2. Berufliches Profil. Ein kurzer Abschnitt, in dem du deine Karriereziele und die relevantesten Kompetenzen kurz darlegst.
  3. Kompetenzen (Schwerpunkt). Dies ist der umfangreichste und detaillierteste Abschnitt. Was genau du hier angeben solltest, schauen wir uns später in diesem Artikel genauer an.
  4. Berufserfahrung. Falls vorhanden, füge die 2–3 jüngsten ein (für mehr wird wahrscheinlich kein Platz sein).
  5. Ausbildung. Du solltest deine Ausbildungsabschlüsse in umgekehrter chronologischer Reihenfolge auflisten.
  6. Optionale Abschnitte. Dazu können ehrenamtliche Tätigkeiten, Zertifikate, Lizenzen oder Auszeichnungen gehören.

Chronologische Lebenslaufstruktur

  1. Kontaktdaten. Gib deinen Namen, deine Telefonnummer, E-Mail-Adresse, dein LinkedIn-Profil und relevante Social-Media-Konten an.
  2. Berufliches Profil. Fasse deine wichtigsten Erfahrungen und Qualifikationen kurz zusammen.
  3. Berufserfahrung (Schwerpunkt). Dies ist der umfangreichste und detaillierteste Teil. Stelle deine Berufserfahrung in umgekehrter chronologischer Reihenfolge dar. Beschreibe die täglichen Aufgaben und die damit verbundenen Erfolge in Stichpunkten.
  4. Ausbildung. Ebenfalls in umgekehrter chronologischer Reihenfolge.
  5. Fähigkeiten. Z. B. Sprachkenntnisse oder Computerkenntnisse. Gib das Niveau deiner Fähigkeiten ohne zu viele Details an – meist mithilfe von Infografiken.
  6. Optionale Abschnitte. Dazu können ehrenamtliche Tätigkeiten, Lizenzen, Zertifikate oder Auszeichnungen gehören.
Profi-Tipp: Vielleicht hast du schon mal gehört, dass ein kompetenzorientierter Lebenslauf auch als funktionaler Lebenslauf bezeichnet wird. Im Grunde ist das dasselbe, und diese beiden Begriffe werden synonym verwendet.

Wenn du mehr über Lebenslaufformate erfahren möchtest, erklärt dieses Video die 3 bewährtesten Lebenslauf-Layouts und wann man sie einsetzt. 

So schreibst du einen kompetenzorientierten Lebenslauf: Schritt für Schritt

Mittlerweile haben wir die wichtigsten Merkmale eines kompetenzorientierten Lebenslaufs identifiziert und festgestellt, wer am meisten davon profitiert.

Schauen wir uns nun an, wie du in 8 Schritten einen wirkungsvollen und gut strukturierten kompetenzorientierten Lebenslauf erstellst.

  1. Beginne mit der Recherche! Schau dir noch einmal die Stellenanzeige an. Versuche, wiederkehrende Schlüsselwörter und Formulierungen zu identifizieren, die beschreiben, wie der ideale Kandidat für diese bestimmte Stelle aussehen sollte.
  2. Passe deinen Lebenslauf individuell an die jeweilige Stelle an. Jeder Lebenslauf, den du verschickst, muss speziell auf eine bestimmte Stellenbeschreibung zugeschnitten sein. Wenn du Schwierigkeiten hast, herauszufinden, welche Fähigkeiten du für eine bestimmte Stelle benötigst, lies dir ruhig Stellenanzeigen für dieselbe Position bei verschiedenen Unternehmen durch.
  3. Erstelle eine übersichtliche Kopfzeile für deinen Lebenslauf. Füge ganz oben in deinem Lebenslauf einen Abschnitt mit Kontakt- und persönlichen Angaben ein, der deinen Namen, deine Telefonnummer, E-Mail-Adresse und deinen LinkedIn-Profil-Link enthält.
  4. Stell dich mit einem überzeugenden Profil/einer Zusammenfassung vor. Eine 3–5 Sätze lange Zusammenfassung deines Lebenslaufs sollte deine wichtigsten Erfolge und Fähigkeiten hervorheben. Sie ist eine Einführung in deine berufliche Person. Deine Zusammenfassung muss prägnant, auf den Punkt gebracht und gleichzeitig auffällig sein.
  5. Stell deine Fähigkeiten in den Mittelpunkt. Der Abschnitt „Fähigkeiten“ sollte sowohl optisch als auch inhaltlich am prominentesten sein. Du kannst deine Fähigkeiten in Kategorien einteilen, um verschiedene Aspekte deiner Kompetenzen hervorzuheben. Passe sie so genau wie möglich an die Stellenbeschreibung an.
  6. Erwähne deine Berufserfahrung. Hier kannst du dich kurz fassen, da dies nicht im Mittelpunkt eines kompetenzorientierten Lebenslaufs steht. Ordne deine Berufserfahrungen in umgekehrter chronologischer Reihenfolge an und gib dabei Folgendes an: den Namen deines Arbeitgebers, die Beschäftigungszeiträume und die Position, die du innegehabt hast.
  7. Vergiss nicht, deine Ausbildung hervorzuheben. Gib Folgendes an: den Namen der Einrichtung, dein Studienfach, die Studienzeiträume und deinen Notendurchschnitt (GPA) (falls du darauf stolz bist).
  8. Zeige zusätzliche Fähigkeiten in optionalen Abschnitten auf. Gib Folgendes an: den Namen der Einrichtung, dein Studienfach, die Studienzeiträume und deinen Notendurchschnitt (wenn du darauf stolz bist).

In den folgenden Kapiteln gehen wir auf jeden Schritt genauer ein und geben dir hilfreiche Tipps und Beispiele.

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Schritt 1: Beginne mit der Recherche!

Bevor du mit dem Schreiben beginnst, musst du ein wenig recherchieren. Schau dir die Stellenanzeige noch einmal an. Lies sie noch einmal durch. Versuche, Schlüsselwörter und Formulierungen zu identifizieren, die beschreiben, wie der ideale Kandidat für diese bestimmte Stelle aussehen sollte.

Meistens findest du diese unter der Überschrift „Anforderungen“, aber so einfach ist es nicht immer. Die gesuchten Schlüsselwörter sind manchmal im Text versteckt.

Wenn du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden willst, musst du den Personalverantwortlichen zeigen, dass du das mitbringst, wonach sie suchen. Achte darauf, dass dein Lebenslauf immer genau auf die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Stellenanzeige zugeschnitten ist, auf die du dich bewirbst.

Schritt 2: Vergiss nicht, deinen Lebenslauf immer individuell anzupassen!

Jeder einzelne Lebenslauf, den du verschickst, muss speziell auf eine bestimmte Stellenbeschreibung zugeschnitten sein. Das ist die goldene Regel.

Wenn du Schwierigkeiten hast, herauszufinden, welche Fähigkeiten du für eine bestimmte Stelle brauchst, lies dir ruhig Stellenanzeigen für dieselbe Position bei verschiedenen Unternehmen durch. Die Anforderungen sollten im Großen und Ganzen ähnlich sein. Bonuspunkte gibt’s, wenn du dich zusätzlich über das Unternehmen und seine Kultur informierst.

Schritt 3: Erstelle eine übersichtliche Kopfzeile für deinen Lebenslauf

Unabhängig vom Format braucht jeder Lebenslauf eine Kopfzeile. Normalerweise befindet sie sich im oberen Teil deines Lebenslaufs. Achte darauf, dass die Kopfzeile optisch deutlich vom restlichen Text abgesetzt ist.

  • Beginne mit deinem vollständigen Namen in einer etwas größeren Schriftart, damit er im Mittelpunkt steht.
  • Füge deine Kontaktdaten wie Telefonnummer und berufliche E-Mail-Adresse hinzu und achte darauf, dass sie leicht zu finden sind. Wenn du dich auf eine Stelle im Ausland bewirbst, vergiss nicht, die richtige Ländervorwahl vor deiner Telefonnummer anzugeben (z. B. +421 *** *** ***).
  • Füge dein LinkedIn-Profil, deine persönliche Website oder relevante Social-Media-Konten hinzu, falls zutreffend. Falls du über alle genannten Optionen verfügst, wähle nur einige wenige aus, die in deiner Kopfzeile erscheinen sollen.
  • Überlege dir, ein Foto hinzuzufügen. Ob man ein Foto in den Lebenslauf einfügt, ist umstritten und hängt meist vom Standort und der Branche ab.

Schritt 4: Stell dich mit einem überzeugenden Profil/einer Zusammenfassung vor

Schreibe am Anfang deines Lebenslaufs eine prägnante Zusammenfassung, in der du deine wichtigsten Erfolge und Fähigkeiten hervorhebst. Betrachte sie als eine Einführung in deine berufliche Person.

Eine Zusammenfassung im Lebenslauf sollte:

  • etwa 3–5 Sätze lang sein
  • Deine Fähigkeiten mit konkreten Erfolgen verknüpfen, um den Kontext zu verdeutlichen
  • deine beeindruckendsten Qualifikationen und Erfolge erwähnen

Sie sollte außerdem konkret, auf den Punkt gebracht und gleichzeitig auffällig sein.

Schau dir das folgende Beispiel für eine Zusammenfassung im Lebenslauf an:

Beispiel für eine Zusammenfassung im Lebenslauf

„Engagierter Marketing-Profi mit fundierten Kenntnissen in den Bereichen digitale Strategie, Content-Erstellung und Social-Media-Management. Nachgewiesene Erfolge bei der Steigerung des Engagements und der Markenpräsenz auf verschiedenen Plattformen. Versiert in SEO-Optimierung und Datenanalyse, mit einem scharfen Blick für Markttrends. Ich möchte diese Fähigkeiten nutzen, um die Markenpräsenz zu stärken und in einem kreativen Umfeld zu dynamischen Marketinginitiativen beizutragen.“

Wenn du gerade die Schule abgeschlossen hast, kann deine Zusammenfassung im Lebenslauf so aussehen:

Beispiel für eine Zusammenfassung im Lebenslauf eines Studenten/Absolventen

„Eifriger und detailorientierter Absolvent mit einem Bachelor-Abschluss in Informatik. Beherrsche Programmiersprachen wie Java und Python und verfüge über solide Grundlagen in den Prinzipien der Softwareentwicklung. Bin versiert in der Problemlösung und der Zusammenarbeit im Team, was ich durch Studienprojekte unter Beweis gestellt habe. Ich freue mich darauf, mein während des Studiums erworbenes theoretisches Wissen in Praxisprojekten einzubringen und in einem professionellen Umfeld weiter zu lernen.“

Schritt 5: Stell deine Fähigkeiten in den Mittelpunkt

Dieser Abschnitt ist sowohl optisch als auch inhaltlich der wichtigste.

Du kannst deine Fähigkeiten in Gruppen oder Kategorien einteilen, um verschiedene Aspekte deiner Kompetenzen hervorzuheben. Richte sie so gut wie möglich an der Stellenbeschreibung aus.

  • Verwende Zwischenüberschriften. Idealerweise sollten diese direkt mit den Schlüsselwörtern aus der Stellenanzeige verbunden sein. Wenn in der Anzeige beispielsweise ein Bewerber mit Zeitmanagement-, Führungs- und Kommunikationsfähigkeiten gesucht wird, sollten dies deine Zwischenüberschriften sein.
  • Geht ins Detail. Fügt unter jeder Zwischenüberschrift 3–4 Aufzählungspunkte ein, in denen ihr jede Fähigkeit näher ausführt. Beschreibt euren Hintergrund in Bezug auf diese Fähigkeit und, wenn möglich, auch eure Erfolge.
  • Verwende (wenn möglich) quantifizierbare Angaben. Tatsächlich sind Stellenbeschreibungen oft recht vage. Jeder kann schreiben, dass er über gute Kommunikationsfähigkeiten und perfektes Zeitmanagement verfügt. Aber was genau bedeuten diese Formulierungen? Durch quantifizierbare Kennzahlen kannst du die Wirkung deiner Beiträge effektiver verdeutlichen.

Schau dir diese Beispiele an. In jedem geht es um „Führungsqualitäten“, aber aus einem anderen Blickwinkel. Stellen wir uns vor, das erste Beispiel stamme von einer Person (A), die eine Marketingkampagne leitet. Die Beschreibung ihrer Fähigkeiten würde dann so aussehen:

Beispiel A für Führungsqualitäten

  • Leitung eines funktionsübergreifenden Teams mit 15 Mitgliedern, was zu einer 30-prozentigen Steigerung der Projekteffizienz führte.
  • Hat eine Gruppe erfolgreich durch ein anspruchsvolles Projekt geführt, was zu einer Verkürzung der Durchlaufzeit um 25 % führte.  
  • Hat bei der Umsetzung neuer Strategien effektive Führungsqualitäten bewiesen und so zu einer Steigerung der Teammoral und Zusammenarbeit um 15 % beigetragen.

Die zweite Person (B) hat die letzten zwei Jahre im Einzelhandel gearbeitet und sich bis zur Position eines Filialleiters hochgearbeitet. Ihre „Führungsqualitäten“ könnten wie folgt beschrieben werden:

Beispiel für Führungsqualitäten B

  • Leitete ein Einzelhandelsteam mit 10 Mitarbeitern und schuf ein kooperatives Arbeitsklima, das zu einem Anstieg des Gesamtumsatzes um 25 % beitrug.
  • Führte effektive Schulungsprogramme ein, die zu einer 20-prozentigen Verbesserung der Mitarbeiterleistung und der Kundenbindung führten.  
  • Setzte Motivationsstrategien ein, was zu einem Rückgang der Mitarbeiterfluktuation um 15 % und einer verbesserten Teammoral führte.

Welche Fähigkeiten kannst du in deinen kompetenzorientierten Lebenslauf aufnehmen?

In deinem kompetenzbasierten Lebenslauf solltest du sowohl Hard Skills als auch Soft Skills angeben.

  • Soft Skills. Sie werden auch als übertragbare Fähigkeiten bezeichnet und zeichnen sich durch zwischenmenschliches, nicht-technisches Know-how aus. Übertragbare Fähigkeiten sind Kompetenzen, die du durch Erfahrungen in einer bestimmten Position erworben hast, die aber auch in anderen beruflichen Kontexten anwendbar sind. Diese werden im Laufe der Zeit erworben und lassen sich nicht aus einem Lehrbuch lernen. Kommunikation, Zeitmanagement und Führungsqualitäten sind Beispiele für übertragbare Fähigkeiten.
  • Hard Skills. Dabei handelt es sich um spezifische, technische Fähigkeiten, die erlernt, gemessen und quantifiziert werden können.
1. Soft Skills

Diese sind besonders nützlich für Quereinsteiger, frischgebackene Absolventen oder Menschen mit wenig Berufserfahrung – also für alle, die von einem kompetenzorientierten Lebenslauf profitieren würden.

Bei Soft Skills geht es eher um deine persönlichen Eigenschaften und darum, wie du mit den sozialen Aspekten deines Jobs umgehst.

Soft Skills fungieren als universelles Werkzeugset, das deine Flexibilität und Professionalität unterstreicht. Es ist entscheidend, diese Fähigkeiten in deinem Lebenslauf zu erkennen und hervorzuheben.

Wenn du dir nicht sicher bist, welche Soft Skills du in deinen Lebenslauf aufnehmen sollst, schau dir die wichtigsten Soft Skills an, denen Arbeitgeber nicht widerstehen können. Du wirst bestimmt ein paar finden, in denen du gut bist.

2. Hard Skills

Eine weitere Art von Fähigkeiten, auf die du zurückgreifen kannst, sind Hard Skills. Dabei handelt es sich um spezifische, technische Kompetenzen, die gemessen und quantifiziert werden können.

Beispiele für Hard Skills sind technische Fähigkeiten wie:

  • Programmieren
  • Datenanalyse
  • Umgang mit bestimmter Software und Tools (Microsoft-Tools, Photoshop usw.)
  • Sprachkenntnisse

Hard Skills sind oft berufsspezifisch und lassen sich genau definieren und bewerten.

Schritt 6: Erwähne deine Berufserfahrung

Da dies nicht im Mittelpunkt eines kompetenzorientierten Lebenslaufs steht, fassen wir uns kurz.

Ordne deine Berufserfahrungen in umgekehrter chronologischer Reihenfolge an und gib dabei Folgendes an:

  • den Namen deines Arbeitgebers,
  • die Beschäftigungszeiträume,
  • sowie die Position, die du innegehabt hast.

Geh nicht zu sehr ins Detail, was deine Kompetenzen und Aufgaben angeht – dafür ist hier kein Platz. Alle relevanten Fähigkeiten solltest du im Abschnitt „Kompetenzen“ ansprechen.

Denk daran, dass auch Praktika als Berufserfahrung gelten.

Dein Eintrag zur Berufserfahrung könnte etwa so aussehen:

„XYZ Events Company | Party-Organisator

Januar 2021–November 2023“

Schritt 7: Vergiss nicht, deine Ausbildung hervorzuheben

Auch hier listest du deine Ausbildungsdaten in umgekehrter chronologischer Reihenfolge auf. Notiere dir:

  • den Namen der Einrichtung,
  • was du studiert hast,
  • Studienzeitraum,
  • deinen Notendurchschnitt (falls du darauf stolz sein kannst ;) )

Hier ist ein Beispiel, wie deine Angaben zur Ausbildung aussehen könnten:

„St. Andrew’s University, Schottland

Bachelor of Science in Kommunikationstechnologien

Notendurchschnitt 3,9 | 2016–2020“

Schritt 8: Zeige zusätzliche Fähigkeiten in optionalen Abschnitten

Hast du das Gefühl, dass es noch mehr zu erzählen gibt? Es gibt eine Möglichkeit, diese Informationen einzubauen.

Wenn du noch Platz übrig hast, kannst du ihn für alles nutzen, was deinen Wert und deine Attraktivität steigert. Du kannst zum Beispiel Folgendes angeben:

Sei bereit, auf Anfrage Nachweise für deine Auszeichnungen, Zertifikate oder Lizenzen vorzulegen.

Vorlage für einen kompetenzorientierten Lebenslauf

Nach der Theorie kommt die Praxis. Wir gehen nun ein konkretes Beispiel für einen kompetenzorientierten Lebenslauf durch und analysieren dessen wichtigste Merkmale.

Hier ist eine Vorlage für einen kompetenzorientierten Lebenslauf:

Was ist das Besondere an diesem Lebenslauf?

  • Die Kopfzeile ist das Erste, was ins Auge fällt. Barbara hat dafür gesorgt, dass ihr Name nicht übersehen wird.
  • Da sie sowohl ihre Telefonnummer als auch ihre E-Mail-Adresse angegeben hat, können Personalverantwortliche ihre Kontaktdaten ganz einfach abrufen.
  • In ihrer Zusammenfassung/ihrem Profil fällt dir auf, dass sie Schlüsselwörter wie „effektive Teamplayerin“, „Kommunikation“ oder „Zeitmanagement“ verwendet. Sie bringt direkt auf den Punkt, welchen Mehrwert sie dem Unternehmen bieten würde.
  • Barbara hat ihren Abschnitt „Fähigkeiten“ in mehrere Kategorien unterteilt, die jeweils eine eigene Zwischenüberschrift haben.
  • Sie hat sich dafür entschieden, sowohl ihre Hard Skills (Sprachen und Computerkenntnisse) als auch ihre Soft Skills bzw. übertragbaren Fähigkeiten (Kommunikation, Multitasking, Teamarbeit, kritisches Denken usw.) aufzulisten.
  • Beachte, dass sie statt Aufzählungspunkten beschlossen hat, das Niveau ihrer Fähigkeiten mithilfe von Infografiken darzustellen. Das verleiht dem Lebenslauf zwar ein raffinierteres und eleganteres Aussehen, könnte für Personalverantwortliche aber weniger überzeugend wirken.
  • Ihre Angaben zur Ausbildung sind in umgekehrter chronologischer Reihenfolge aufgeführt.
  • Da Barbara ihr Studium noch nicht abgeschlossen hat, fehlt ihr jegliche praktische Berufserfahrung. Stattdessen hat sie sich dafür entschieden, ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten hervorzuheben.
  • Schließlich hat sie einen Abschnitt „Zertifikate“ eingefügt, in dem sie ihren Führerschein erwähnt. Auf den ersten Blick mag das überflüssig erscheinen, aber in vielen Berufen ist das eine gängige Voraussetzung.

Jeder weiß, dass das Formatieren von Lebensläufen eine besonders mühsame und nervige Angelegenheit ist. Warum Zeit damit verschwenden, sich mit Absätzen und Rändern herumzuschlagen – mit diesen Lebenslaufvorlagen hast du in Sekundenschnelle einen kompetenzbasierten Lebenslauf. Spar dir Zeit und Nerven. Mach es wie Barbara.

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Lebenslauf-Analyse

Das Wichtigste auf einen Blick: Der kompetenzbasierte Lebenslauf

Ein kompetenzorientierter Lebenslauf stellt Fähigkeiten vor dem beruflichen Werdegang in den Vordergrund und bietet einen einzigartigen Ansatz, um deine Fähigkeiten, Qualifikationen und Kompetenzen zu präsentieren.

Er ist ideal für Quereinsteiger, frischgebackene Absolventen, Personen mit begrenzter Berufserfahrung, Lücken im Lebenslauf oder einem abwechslungsreichen beruflichen Werdegang – also für alle, die keine durchgehende, langjährige Berufserfahrung vorweisen können.

Du kannst alle relevanten Soft Skills (übertragbaren Fähigkeiten) oder Hard Skills angeben, die die Personalverantwortlichen davon überzeugen, dass du genau der Richtige für die Stelle bist. Unsere Tipps für einen gut strukturierten und übersichtlichen „Kompetenzbereich“ lauten:

  • Ordne deine Fähigkeiten in Kategorien ein, die sich auf die Stellenbeschreibung beziehen.
  • Verwende Zwischenüberschriften, die auf die Schlüsselwörter aus der Stellenanzeige abgestimmt sind.
  • Verwende konkrete Schlüsselwörter und Zahlenangaben, um die größte Wirkung zu erzielen.

Unabhängig vom Format kommt jeder Lebenslauf am besten zur Geltung, wenn er mit einem guten Anschreiben kombiniert wird. Vergiss nicht, deinem Lebenslauf eines beizufügen.