Der Abschnitt „Ausbildung“ in deinem Lebenslauf kann der wichtigste Teil deines Lebenslaufs sein, in manchen Fällen aber auch fast irrelevant. Es hängt ganz von deinem Abschluss und davon ab, wo du in deiner Karriere stehst. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wo und wie du deine Ausbildung im Lebenslauf platzierst.
Einfach ausgedrückt: Der Abschnitt „Ausbildung“ ist der Teil deines Lebenslaufs, in dem du deine Abschlüsse und relevanten akademischen Leistungen aufführst. Er gehört zu den wichtigsten Abschnitten eines Lebenslaufs und ist in fast jedem Lebenslauf zu finden. Besonders wichtig ist er, wenn du gerade deinen Abschluss gemacht hast oder dich auf eine Stelle bewirbst, bei der akademische Qualifikationen eine große Rolle spielen. Der Abschnitt „Ausbildung“ präsentiert deine formale Ausbildung, deine Leistungen und relevante Studieninhalte.
Dieser Leitfaden zeigt dir genau, wie du deine Ausbildung im Lebenslauf aufführst, und gibt dir weiter unten Beispiele.
Lies also weiter, um zu erfahren, welche Fehler du vermeiden solltest und was du angeben musst, um einen potenziellen Arbeitgeber zu beeindrucken.
In diesem Leitfaden erfährst du außerdem:
- Warum solltest du einen Abschnitt „Ausbildung“ in deinen Lebenslauf aufnehmen?
- Welche Informationen solltest du im Abschnitt „Ausbildung“ angeben?
- Wo solltest du diesen Abschnitt in deinem Lebenslauf platzieren?
- Wie verfasst du den Abschnitt „Ausbildung“?
- ...als Abiturient?
- ...als Student/frischgebackener Absolvent?
- ... als erfahrener Berufstätiger?
- ...wenn du den Beruf wechselst?
- Wie listest du zusätzliche Ausbildungen und Zertifikate auf?
- Abschließende Tipps, wie du deinen Bildungsabschnitt hervorheben kannst
Zu lang, keine Lust zum Lesen? Hier ist ein Video-Leitfaden.
Warum solltest du einen Abschnitt „Ausbildung“ in deinen Lebenslauf aufnehmen?
Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass jeder Lebenslauf, den du je gesehen hast, einen Abschnitt „Ausbildung“ enthielt. Aber warum ist das so? Wenn die Ausbildung in manchen Fällen überhaupt nicht relevant ist, warum fügen dann alle sie in ihre Lebensläufe ein? 🤔
- Arbeitgeber erwarten es. Auch wenn diese Begründung vielleicht albern klingt: Konventionen sind eben Konventionen. Wenn du eingestellt werden willst, ist es entscheidend, die Erwartungen deines zukünftigen Arbeitgebers zu erfüllen. Und wenn du keinen Abschnitt „Ausbildung“ in deinen Lebenslauf aufnimmst, kann das viele Zweifel an deinem Hintergrund oder deiner Bereitschaft, Regeln zu befolgen, wecken.
- Dein Job erfordert einen bestimmten Abschluss. Zum Beispiel kannst du ohne Medizinstudium kein Arzt werden. Das wissen wir alle. Das Gleiche gilt für den Beruf des Rechtsanwalts und viele andere Berufe oder für Leute, die besser bezahlte Positionen in Unternehmen anstreben.
- Dein Bildungshintergrund kann dir helfen, dich von anderen abzuheben. Das gilt besonders, wenn du gerade deinen Abschluss gemacht hast oder noch studierst. Klar, ein renommierter Abschluss neben deinem Namen kann deine Chancen erhöhen, aber das ist noch nicht alles. Versuche, den Abschnitt „Ausbildung“ aufzubessern, indem du deinen Notendurchschnitt, Stipendien, Auszeichnungen, die Mitarbeit in studentischen Gremien usw. erwähnst. Alles, was deinem zukünftigen Chef hilft, dein volles Potenzial zu erkennen.
Welche Informationen solltest du im Abschnitt „Ausbildung“ angeben?
Für jeden Eintrag zu deiner Ausbildung gibt es bestimmte Informationen, die Personalverantwortliche erwarten.
Informationen, die unbedingt dazugehören:
- Der Name der Bildungseinrichtung(en)
- Standort der Schule(n)
- Beginn und Abschlussjahr (falls zutreffend)
- Studienniveau
- Dein Studienfach
- Erworbener Abschluss
Optionale Angaben:
- Deine Note (die kannst du angeben, wenn sie gut war – wenn nicht, lass sie lieber weg)
- Eventuelle zusätzliche akademische Auszeichnungen oder Anerkennungen
- Zusätzliche Bildungskurse, Lehrgänge oder Schulungen
- Austauschprogramme (wie Erasmus oder ein Auslandsjahr)
- Abschlussarbeit
- Stipendien
- Sonstige akademische Leistungen
Wie verfasst du den Abschnitt „Ausbildung“ in deinem Lebenslauf?
Wie fügst du diese Informationen also in den Abschnitt „Ausbildung“ ein? Befolge diese grundlegenden Schritte:
- Schreibe deine Ausbildung in umgekehrter chronologischer Reihenfolge auf. Führe deine jüngste Ausbildung an erster Stelle auf und fahre dann mit den vorherigen fort (falls zutreffend).
- Gib immer den Namen deiner Hochschule und deren Standort an. In den meisten Fällen solltest du den Namen deiner Hochschule an erster Stelle nennen. Das ist besonders dann ratsam, wenn dein Abschluss nichts mit deiner Wunschstelle zu tun hat. So wird die Aufmerksamkeit des Personalverantwortlichen eher auf den Namen der Einrichtung als auf das Studienfach gelenkt.
- Gib deinen Abschluss und dein Studienfach an. Du kannst entweder die vollständige Bezeichnung angeben, z. B. „Master of Arts“, oder die Abkürzung „MA“ verwenden. Wenn du mehr als einen Abschluss von derselben Hochschule hast, führe deinen jüngsten Abschluss zuerst auf. Führe außerdem deine Nebenfächer oder Schwerpunkte nach deinem Hauptfach auf.
- Vergiss die Daten nicht. Gib das Jahr an, in dem du dein Studium begonnen hast, und das Jahr, in dem du deinen Abschluss gemacht hast. Denk daran: Du musst keine konkreten Daten angeben, wenn du Diskriminierung aufgrund deines Alters vermeiden möchtest.
- Füge weitere optionale Informationen hinzu. Das gilt für dich, wenn du noch studierst oder gerade deinen Abschluss gemacht hast. Erwäge, Informationen wie gute Noten, Auszeichnungen, die Aufnahme in die Dean’s List, die Mitarbeit in einem Ausschuss, relevante Studienprojekte usw. anzugeben.
Wie sieht das in der Praxis aus? Schau dir das Beispiel unten an!

Oder nutze die folgende Vorlage, um deinen eigenen Abschnitt „Ausbildung“ zu verfassen. Füge natürlich nur die Informationen ein, die für die gewünschte Stelle relevant sind:
Vorlage für den Abschnitt „Ausbildung“
Name deiner Schule, Ort – Dauer oder Abschlussjahr
Abschluss, Studienfach
(+ zusätzliche Informationen, die Studierende und Absolventen angeben können):
- Relevante Studienfächer oder studentische Aktivitäten
- Auslandsstudium
- Außerschulische Aktivitäten
- Notendurchschnitt (falls über 3)
- Akademische Auszeichnungen
- Stipendien
- Das Thema deiner Abschlussarbeit sowie das Ergebnis (sofern es für die Stelle relevant ist)
- Sonstige akademische Leistungen

Wo soll der Abschnitt „Ausbildung“ stehen?
Da du nun weißt, was du in den Abschnitt „Ausbildung“ aufnehmen solltest, musst du wissen, WO du ihn in deinem Lebenslauf platzieren solltest.
Generell solltest du ihn entweder vor oder nach dem Abschnitt „Berufserfahrung“ einfügen. Welche Platzierung ist also für DEINEN Lebenslauf besser?
Nun, wie beim Rest deines Lebenslaufs gilt die Faustregel: Stelle die wichtigsten Informationen immer an den Anfang. Frag dich selbst: Was ist meine größte Stärke? Was hebt mich von der Masse der Bewerber ab? Sind es jahrelange Erfahrungen in der Branche? Oder die Tatsache, dass ich gerade eine wirklich gute Hochschule abgeschlossen habe?
Mit anderen Worten: Die Platzierung der Ausbildung in deinem Lebenslauf hängt von deiner aktuellen Karrierestufe (und dem von dir gewählten Lebenslaufformat) ab.
Bist du Student oder frischgebackener Absolvent?
Wenn das auf dich zutrifft, denk daran: Deine Ausbildung ist wahrscheinlich immer noch deine größte Stärke. Entscheide dich also für das funktionale Lebenslaufformat und nutze das zu deinem Vorteil!
Platziere den Bildungsabschnitt ganz oben in deinem Lebenslauf, direkt unter deinem Karriereziel bzw. deinem Profil. So ist deine Ausbildung das Erste, was Personalverantwortliche sehen.
Aber was ist, wenn du während deines Studiums gearbeitet hast?
Auch wenn die Berufserfahrung nicht in deinem Studienfach lag, hast du bestimmt wertvolle Fähigkeiten erworben. Achte also darauf, diese in deinen Lebenslauf aufzunehmen. Platziere sie direkt unter deinem Bildungsabschnitt.
Und wenn du es geschafft hast, ein cooles Praktikum zu ergattern, das mit deinem Studium zu tun hat, umso besser! In diesem Fall kannst du sogar in Erwägung ziehen, es ÜBER den Abschnitt „Ausbildung“ zu setzen. Tu das aber nur, wenn die Praktikumserfahrung deine Ausbildung in den Schatten stellt.
Bist du ein erfahrener Berufstätiger?
In diesem Fall solltest du dich für ein chronologisches Lebenslaufformat entscheiden und den Abschnitt „Ausbildung“ an einer beliebigen Stelle auf der Seite platzieren, solange du den Abschnitt „Berufserfahrung“ an erster Stelle nennst.
Denk einfach daran: Die wichtigsten Informationen solltest du immer an den Anfang stellen. An diesem Punkt deiner Karriere ist deine Ausbildung längst nicht mehr so wichtig wie früher. Aus diesem Grund sollte sie wahrscheinlich eher am Ende deines Lebenslaufs stehen.
Wie gibst du deinen Schulabschluss im Lebenslauf an?
Bisher haben wir hauptsächlich darüber gesprochen, wie du deine Hochschulausbildung angibst. Das liegt daran, dass du deinen Schulabschluss aus dem Lebenslauf weglassen kannst, sobald du deinen Hochschulabschluss hast.
Aber was ist, wenn du nie an einer Universität studiert hast?
Nun, das bedeutet, dass der Abschnitt „Ausbildung“ in deinem Lebenslauf ziemlich übersichtlich sein wird und sich auf deine Schulzeit konzentriert.
Du musst lediglich den Namen deiner Schule, den Ort und die Zeiträume angeben. Es gibt keinen Grund, es weiter zu verkomplizieren.
Beispiel für den Abschnitt „Schulbildung“ im Lebenslauf
Ausbildung
Lincoln High School – Portland, OR
Abitur, Juni 2022
Eine Ausnahme gilt, wenn dein Abschluss weniger als drei Jahre zurückliegt. In diesem Fall, wenn du noch nicht auf jahrelange Berufserfahrung zurückgreifen kannst, füge deinem Abschnitt „Ausbildung“ alles hinzu, was deine Fähigkeiten und Talente hervorhebt, zum Beispiel:
- Auszeichnungen und besondere Leistungen
- Wettbewerbe, an denen du teilgenommen hast
- außerschulische Aktivitäten
- Auszeichnungen
- Vereine und Organisationen, in denen du aktiv warst
- gute schulische Leistungen
Du kannst gerne Details zu Projekten oder Vereinen angeben, bei denen du während deiner Schulzeit mitgemacht hast. Konzentriere dich dabei auf konkrete Beispiele, um deine Motivation und Eigeninitiative zu verdeutlichen.
Hast du für die Schulzeitung geschrieben und 16 Artikel veröffentlicht? Dann verdient das eine Erwähnung im Abschnitt „Ausbildung“!
Denk an Vereine, Organisationen, außerschulische Aktivitäten oder sogar ehrenamtliche Tätigkeiten (auch wenn ehrenamtliches Engagement vielleicht einen eigenen Abschnitt verdient). All das kann als bedeutende Leistung gelten, wenn du noch keine Berufserfahrung hast.
Wichtige Punkte:
- Wenn dein Notendurchschnitt über 3,0 liegt, solltest du ihn angeben, um deine akademischen Stärken hervorzuheben.
- Füge relevante Projekte, ehrenamtliche Tätigkeiten oder studentische Wettbewerbe hinzu, die übertragbare Fähigkeiten für den Job zeigen.
- Auch wenn dein Studium nicht direkt mit der Stelle zusammenhängt, solltest du die erworbenen Fähigkeiten hervorheben, die für deine zukünftige Rolle von Nutzen sein können.
PROFI-TIPP: Gestalte den Abschnitt „Ausbildung“ relevant. Füge nur Informationen hinzu, die mit der konkreten Stellenausschreibung zusammenhängen, für die du dich interessierst. Sei offen und denk daran, dass übertragbare Fähigkeiten ebenfalls einen großen Unterschied machen können. Mit anderen Worten: Passe deinen Lebenslauf individuell an.
Beispiel für den Abschnitt „Schulbildung“ im Lebenslauf
Ausbildung
Jefferson High School – San Antonio, TX
Abitur, Mai 2023
- Abschluss mit Auszeichnung; Gesamt-GPA: 3,8 / 4,0
- Auszeichnung für akademische Spitzenleistungen in Englisch und Sozialkunde
- Teilnahme am UIL-Wettbewerb (Literaturkritik und Schnellschreiben)
- Stellvertretender Vorsitzender der Schülervertretung
- Redakteur beim „Jefferson Patriot“ (Schülerzeitung)
- Mitglied im Debattierclub und im Club für kreatives Schreiben

So verfasst du den Abschnitt „Ausbildung“, wenn du gerade deinen Abschluss gemacht hast oder noch studierst
Wenn du Student bist oder gerade deinen Abschluss gemacht hast, hast du wahrscheinlich noch nicht viel Berufserfahrung, die du in einen Lebenslauf einbringen kannst. Das ist ganz normal. Was du dafür aber hast, ist akademische Erfahrung.
Das bedeutet, dass der Abschnitt „Ausbildung“ in deinem Lebenslauf im Vordergrund stehen sollte. Gestalte ihn im Vergleich zu anderen Abschnitten ausführlicher und platziere ihn ganz oben in deinem Lebenslauf.
Während deines Studiums hast du sicher mehr gelernt und erreicht, als dir wahrscheinlich bewusst ist. Also – beschränke den Abschnitt „Ausbildung“ nicht nur auf die erworbenen Abschlüsse. Nutze diesen Platz, um all deine bemerkenswertesten akademischen Leistungen zu präsentieren.
Denk daran, Folgendes aufzunehmen:
- Akademische Auszeichnungen: z. B. AP-Scholar, Duke of Edinburgh Award, National Merit Award, President’s Award, fachspezifische Schulauszeichnungen usw.
- Stipendien: z. B. Sportstipendien, Stipendien für Frauen, Stipendien für kreative Bereiche usw.
- Akademische Konferenzen und Symposien: Vergiss nicht, den Umfang und den Titel des Vortrags zu erwähnen, den du auf einer Konferenz gehalten hast.
- Relevante Schülervereine: z. B. Debattierclubs oder Programmierclubs. Wenn du im Vorstand eines Schülervereins warst, gib das unbedingt auch an.
- Dean’s List.
- Notendurchschnitt (GPA): Gib ihn nur an, wenn er auf einer Skala von 4,0 über 3,0 lag. Wenn dein Gesamt-GPA darunter lag, erwähne deinen Fach-GPA. Alternativ kannst du auch „summa cum laude“ oder „magna cum laude“ angeben. War er jedoch nicht besonders gut, kannst du ihn einfach weglassen. Und wenn du schon ein paar Jahre aus der Schule bist, solltest du deinen GPA auf jeden Fall aus deinem Lebenslauf streichen.
- Wissenschaftliche Veröffentlichungen: Das trifft vielleicht nicht auf dich zu, aber wenn du promoviert hast (oder gerade daran arbeitest), wird von dir erwartet, dass du mindestens eine Veröffentlichung angibst.
- Außerschulische Aktivitäten: Zeig, dass du aktiv bist und dich engagierst! Egal, ob es Fußball, ein Buchclub oder ehrenamtliches Engagement ist. All diese Aktivitäten zeigen, dass du teamfähig bist und dich für die Welt um dich herum interessierst.
- Relevante Studienfächer: Zeige, dass du dich gut mit der Arbeit auskennst, auf die du dich bewirbst. Akademisches Wissen ist wichtig, besonders wenn du noch keine praktische Erfahrung hast.
- Projekte, an denen du gearbeitet hast: Haben sie einen Bezug zu der Stelle, auf die du dich bewirbst? Dann vergiss nicht, sie anzugeben!
- Abschlussarbeit: Das ist besonders wichtig, wenn du eine gute Note erzielt hast, sie veröffentlicht wurde oder du etwas recherchiert hast, das mit deiner potenziellen neuen Stelle zu tun hat.
- Auslandsstudium: Das zeugt von Flexibilität und davon, dass du dich leicht an neue Umgebungen anpassen kannst.
Wenn du jedoch bereits fundierte Berufserfahrung gesammelt hast, kannst du den Abschnitt „Ausbildung“ auch dahinter einfügen. Denk daran: Was wichtiger ist, kommt zuerst.
Das kann zum Beispiel ein herausragendes Praktikum sein.
Beispiel für den Abschnitt „Ausbildung“ bei frischgebackenen Absolventen
Ausbildung
University of Michigan – Ann Arbor, MI
Bachelor of Arts in Englisch | Nebenfach Digital Studies
Abschluss: Mai 2025
- Notendurchschnitt: 3,7 / 4,0
- Auszeichnungen: Magna Cum Laude; Dean’s List (Herbst 2022–Frühjahr 2025)
- Auszeichnungen: „Outstanding Junior Award“ des Fachbereichs Englisch
- Relevante Studienfächer: Fortgeschrittenes Schreiben, Technisches und Fachliches Schreiben, Theorie der digitalen Medien, Rhetorische Analyse, Redaktions- und Verlagspraktiken
- Akademische Projekte: Leitung eines semesterlangen Forschungsprojekts zur Analyse von Falschinformationsmustern in Online-Nachrichtenmedien
- Abschlussarbeit: „Narrative der Glaubwürdigkeit: Vertrauen und Autorität im digitalen Journalismus“ – mit „High Distinction“ ausgezeichnet
Praktika
Ein Praktikum in deinem studentischen Lebenslauf hebt dich automatisch von der Masse der Bewerber ab. Aber das weißt du ja schon.
Ob das Praktikum bezahlt oder unbezahlt ist, spielt keine Rolle. Das Wichtigste ist, dass du zeigen kannst, dass du motiviert und arbeitsbereit bist.
Sobald du ein Praktikum absolviert hast, solltest du es unbedingt in einem eigenen Abschnitt deines Lebenslaufs aufführen, denn es verdient diese besondere Behandlung.
Jetzt fragst du dich vielleicht, wo du diesen Praktikumsabschnitt einordnen sollst. Vor oder nach deiner Ausbildung?
Nun, die beeindruckendsten Informationen in deinem Lebenslauf sollten an erster Stelle stehen. Beurteile also die Bedeutung deines Praktikums:
- Wenn es sich um ein längeres Praktikum in einem renommierten Unternehmen handelte, kannst du den Praktikumsabschnitt ruhig vor den Abschnitt zur Ausbildung setzen.
- Bist du hingegen Student an einer Ivy-League-Universität mit einem hervorragenden Notendurchschnitt, sollte eine einmonatige Praktikumserfahrung in einem lokalen Unternehmen erst an zweiter Stelle nach deinen akademischen Leistungen stehen.
Beispiel für einen Praktikumsabschnitt im Lebenslauf (vor der Ausbildung)
Praktika
Penguin Random House – New York, NY
Praktikant im Lektorat | Juni 2024 – August 2024
- Unterstützung der Lektoren bei der Manuskriptbewertung, dem Lektorat und der Faktenprüfung für Sachbücher
- Verfasste Leserberichte und redaktionelle Zusammenfassungen, die in Akquisitionssitzungen verwendet wurden
- Koordinierte die Zusammenarbeit mit den Marketing- und PR-Teams bei der Vorbereitung von Autorenmaterialien
- Korrekturlesen von Druckfahnen und digitalen Inhalten vor der Veröffentlichung
- Zeigte viel Liebe zum Detail, gutes Terminmanagement und professionelle Kommunikation
Ausbildung
Columbia University – New York, NY
Bachelor of Arts in Englischer Literatur
Voraussichtlicher Abschluss: Mai 2025
- Notendurchschnitt: 3,8 / 4,0
- Auszeichnungen: Dean’s List (2022–2024)
- Relevante Kurse: Literarische Redaktion, Zeitgenössische amerikanische Belletristik, Praktikum im Verlagswesen
Beispiel für ein Praktikum im Lebenslauf (nach dem Bildungsabschnitt)
Ausbildung
Harvard University – Cambridge, MA
Bachelor of Arts in Politikwissenschaft
Voraussichtlicher Abschluss: Mai 2026
- Notendurchschnitt: 3,9 / 4,0
- Auszeichnungen: Dean’s List (alle Semester)
- Auszeichnungen: John-Harvard-Stipendium für akademische Leistungen
- Relevante Studienfächer: Verfassungsrecht, Analyse öffentlicher Politik, Politische Kommunikation
Praktika
Stadtrat von Cambridge – Cambridge, MA
Praktikant im Bereich Politik und Forschung | Januar 2024 – Februar 2024
- Führte legislative Recherchen durch und fasste politische Vorschläge für Ratsmitglieder zusammen
- Unterstützung bei der Erstellung von Informationsunterlagen und Materialien für öffentliche Sitzungen
- Teilnahme an Ausschusssitzungen und Protokollführung
- Unterstützung bei Initiativen zur Bürgerbeteiligung und bei der Kommunikation mit den Wählern
Wie schreibt man den Abschnitt „Ausbildung“, wenn man keinen Abschluss hat (das Studium abgebrochen hat)?
Viele Menschen schämen sich, wenn sie ihr Studium nicht abgeschlossen haben. Folglich begehen sie den Fehler, ihre Ausbildung überhaupt nicht zu erwähnen. Und dadurch lassen sie Jahre wertvoller akademischer Erfahrung außer Acht.
Mach diesen Fehler nicht. Ein Studienabbruch oder eine Beurlaubung ist mittlerweile Teil deiner Geschichte. Und wenn du das gut verkaufst, muss es deinen Chancen auf den Job nicht einmal schaden.
Füge also unvollendete Studiengänge immer in deinen Lebenslauf ein. Das ist besser, als diesen Zeitraum einfach unerwähnt zu lassen. Denn Lücken im Lebenslauf machen Personalverantwortliche nämlich immer ein bisschen misstrauisch.
Beispiel für den Abschnitt „Ausbildung“, wenn du keinen Abschluss hast
Ausbildung
Arizona State University – Tempe, AZ
Bachelor of Science in Psychologie (Studienleistungen abgeschlossen; Abschluss nicht erworben)
August 2019 – Dezember 2021
- Relevante Studienfächer: Kognitive Psychologie, Forschungsmethoden, Statistik, Abnormpsychologie
- Akademische Projekte: Entwurf und Durchführung eines Forschungsvorhabens zur Analyse von Stress und akademischer Leistung bei Studierenden; Durchführung statistischer Analyseprojekte mit SPSS
- Erworbene Fähigkeiten: Datenanalyse, wissenschaftliches Schreiben, Forschungsdesign, kritisches Denken
- Habe das Studium unterbrochen, um einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen und praktische Erfahrungen zu sammeln
Und wenn du gerade eine Studienpause einlegst (und daher noch keinen Abschluss hast), trage das einfach in deinen Lebenslauf ein. In diesem Fall musst du lediglich betonen, dass du weiterhin darauf hinarbeitest, dein Studium abzuschließen.
Beispiel für den Abschnitt „Ausbildung“, wenn du noch keinen Abschluss hast
Ausbildung
New York University – New York, NY
Bachelor of Science in Informatik (im Studium)
Voraussichtlicher Abschluss: 2027
- Abgeschlossene Kernfächer in Datenstrukturen, Algorithmen und Diskreter Mathematik
- Dean’s List (Frühjahr 2022)
- Mitglied der NYU Computer Science Society

Wie verfasst man den Abschnitt „Ausbildung“, wenn man ein erfahrener Fachmann ist?
Sobald du ein erfahrener Berufstätiger bist, tritt der Abschnitt „Ausbildung“ gegenüber deiner Berufserfahrung in den Hintergrund. Bei deinen Vorstellungsgesprächen dreht sich alles um deine Berufserfahrung und beruflichen Erfolge und weniger um deinen akademischen Werdegang.
Erfahrene Fachkräfte können ihren Abschnitt „Ausbildung“ kürzen, indem sie nur den höchsten Abschluss und relevante Zertifizierungen angeben und ältere oder weniger relevante Abschlüsse weglassen.
Das bedeutet, dass du es damit erledigen kannst, deine Abschlüsse einfach in umgekehrter chronologischer Reihenfolge mit grundlegenden Informationen wie Name der Hochschule, Standort, Abschluss und Studienfach aufzulisten – und es dabei belassen kannst.
Konzentriere dich auf die Angaben zu deiner Ausbildung, die deine berufliche Geschichte untermauern, anstatt Informationen aus deinem beruflichen Werdegang zu wiederholen.
Du kannst gerne spezifischere Details zu deiner Ausbildung weglassen, wie zum Beispiel den Notendurchschnitt (GPA), außerschulische Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Studium oder sogar die Studienzeiten.
Beispiel für den Abschnitt „Ausbildung“ bei erfahrenen Fachkräften
Ausbildung
Northwestern University – Evanston, IL
Master of Science, Datenanalyse
University of Texas at Austin – Austin, TX
Bachelor of Business Administration, Finanzwesen
Zertifizierungen
- Project Management Professional (PMP), Project Management Institute
- Zertifizierter Datenanalyst, Google
Wie verfasst man den Abschnitt „Ausbildung“, wenn man sich beruflich neu orientiert?
Auch wenn du einen kompletten Karrierewechsel vollziehst und dich von deinem bisherigen Fachgebiet entfernst, bleibt deine Ausbildung wichtig. Allerdings ist sie kein so großes Verkaufsargument wie die Fähigkeiten, die du besitzt. Aus diesem Grund solltest du deine Fähigkeiten und relevante Erfahrung vor dem Abschnitt „Ausbildung“ anführen.
Am einfachsten geht das mit einem funktionalen Lebenslauf – im Gegensatz zum eher traditionellen chronologischen Lebenslauf. Bei diesem Format kannst du übertragbare Fähigkeiten an erster Stelle nennen und Berufserfahrung sowie Ausbildung an zweiter Stelle.
Du fragst dich vielleicht: Was ist, wenn meine Ausbildung überhaupt nichts mit der Stelle zu tun hat, auf die ich mich bewerbe? Soll ich sie trotzdem angeben? Und die Antwort lautet: Ja!
Achte einfach darauf, dass du den Namen der Einrichtung an erster Stelle nennst. So kannst du zunächst die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass du eine (renommierte) Universität besucht hast. Erst danach fällt den Personalverantwortlichen dein etwas themenfremder Abschluss auf.
Aber du kannst den Personalverantwortlichen mit deinem Abschnitt zur Ausbildung trotzdem beeindrucken. Neben der Auflistung wichtiger Informationen wie Name der Einrichtung, Abschluss und Zeiträume solltest du auch erwägen, Leistungen anzugeben, die mit der Stelle zusammenhängen, auf die du dich bewirbst.
Denk an Lehrveranstaltungen oder dein Engagement in studentischen Vereinen und Organisationen, bei denen du übertragbare Fähigkeiten erworben hast. Du kannst auch akademische Auszeichnungen erwähnen, selbst wenn sie nichts mit deinem neuen Job zu tun haben, denn sie können dir helfen, den Personalverantwortlichen zu beeindrucken.
Wie führt man zusätzliche Ausbildungen und Zertifizierungen auf?
Dein formaler Abschluss ist nicht das Einzige, was in den Abschnitt „Ausbildung“ gehört. Auf dem heutigen Arbeitsmarkt schätzen Arbeitgeber kontinuierliches Lernen, Weiterbildungen und spezielle Schulungen genauso sehr wie ein Diplom. Das Auflisten von Zertifizierungen, Fachkursen und relevanten Online-Kursen kann deinem Lebenslauf einen Wettbewerbsvorteil verschaffen – besonders, wenn sie direkt mit der Stelle zusammenhängen, auf die du dich bewirbst.
Was solltest du also angeben, wenn du Zertifizierungen oder Kurse hinzufügst?
- Sie stehen in direktem Zusammenhang mit deinem Beruf oder der gewünschten Stelle.
- Sie belegen Fachwissen oder technische Fähigkeiten.
- Sie stammen von einer renommierten Organisation oder Bildungsplattform.
- Sie sollten aktuell genug sein, um noch relevant zu sein.
Zum Beispiel ist ein „Google Data Analytics-Zertifikat (2024)“ viel wertvoller als ein kurzer Photoshop-Kurs, den du vor 15 Jahren absolviert hast.
Du kannst es ganz einfach im Abschnitt „Ausbildung“ deines Lebenslaufs aufführen, zum Beispiel so:
Abschnitt „Ausbildung“ im Lebenslauf, wenn du zusätzliche Zertifikate hast
Bachelor of Science in Marketing, University of California, Berkeley, 2020
Google Analytics-Zertifizierung, Google, 2023
HubSpot-Zertifikat für Inbound-Marketing, HubSpot Academy, 2022
Du kannst kurz die wichtigsten Fähigkeiten hinzufügen, die du dadurch erworben hast:
Google-Zertifikat für Projektmanagement, Coursera, 2023
— Erworbene Fähigkeiten: Agiles Projektmanagement, Risikomanagement, Projektplanung
So führst du einen GED, eine Berufsausbildung, eine Fachschulausbildung oder einen Associate-Abschluss im Lebenslauf auf
Nicht jeder hat oder braucht einen Bachelor-Abschluss. Bei vielen Jobs werden praktische Ausbildung, Zertifikate und praktische Erfahrung genauso hoch (manchmal sogar höher) bewertet als ein vierjähriges Studium.
Das Format folgt denselben Regeln wie jeder andere Eintrag zur Ausbildung: Name der Einrichtung, Ort, der Abschluss selbst und die Daten. Aber bei jeder Art gibt es ein paar Besonderheiten, auf die du achten solltest.
So führst du einen GED im Lebenslauf auf
Ein GED-Abschluss (General Educational Development) entspricht einem High-School-Abschluss, und du solltest ihn genauso angeben.
Wenn du seit dem Erwerb deines GED-Abschlusses Kurse, Zertifizierungen oder Schulungen absolviert hast, füge diese in umgekehrter chronologischer Reihenfolge über dem GED-Eintrag ein.
Beispiel für den Bildungsabschnitt im Lebenslauf, wenn du einen GED hast
General Educational Development (GED) | Ausgestellt vom Bundesstaat Ohio
Erworben: Juni 2023
- Alle vier Fachprüfungen bestanden (Sprachverständnis, Mathematisches Denken, Naturwissenschaften, Sozialkunde)
- Im Bereich „Mathematisches Denken“ zu den besten 15 % landesweit gehörend
So führst du eine Berufsschule oder eine Berufsausbildung im Lebenslauf auf
Berufsausbildungen und berufsbildende Programme sind ebenfalls praktische Qualifikationen. Gib den Namen der Schule, den konkreten Ausbildungsgang und den erworbenen Abschluss an. Wenn dein Ausbildungsgang eine Lehre oder betreute Praxisstunden umfasste, vergiss nicht, diese zu erwähnen.
Beispiel für den Abschnitt „Ausbildung“ im Lebenslauf (Berufsschule und Berufsausbildung)
Lincoln Tech | Mahwah, NJ
Diplom in HLK-Technik
Abschluss: August 2024
- 720 Stunden praktische Ausbildung an HLK-Anlagen in Wohn- und Gewerbegebäuden absolviert
- EPA Section 608-zertifiziert (Universal)
- Relevante Kursinhalte: Kältetechnik, elektrische Systeme, Systemdiagnostik, Wärmepumpen
So führst du einen Associate-Abschluss im Lebenslauf auf
Ein Associate-Abschluss dauert in der Regel zwei Jahre und wird von Community Colleges, Fachhochschulen und einigen vierjährigen Hochschulen verliehen.
Wenn dein Associate-Abschluss dein höchster Abschluss ist, formatiere ihn genauso wie einen Bachelor-Abschluss: Abschluss, Fachrichtung, Hochschule, Datum und darunter etwaige Auszeichnungen oder relevante Studienfächer.
Beispiel für den Abschnitt „Ausbildung“ im Lebenslauf, wenn du einen Associate-Abschluss hast
Houston Community College | Houston, TX
Associate of Applied Science in Krankenpflege
Abschluss: Mai 2025
- Notendurchschnitt: 3,7 / 4,0
- Auszeichnungen: Phi Theta Kappa Honor Society
- Klinische Praktika: Memorial Hermann Hospital, Texas Children’s Hospital
- Zulassung: NCLEX-RN bestanden, Juni 2025
PROFI-TIPP: Auch wenn du gerade auf einen höheren Abschluss hinarbeitest, kannst du deinen Associate-Abschluss trotzdem angeben. Führe den noch laufenden Bachelor-Studiengang zuerst auf und den bereits abgeschlossenen Associate-Abschluss darunter.

Abschließende Tipps, wie du deinen Abschnitt „Ausbildung“ hervorheben kannst
- Erwäge, Unterabschnitte hinzuzufügen. Wenn du viele Informationen im Abschnitt „Ausbildung“ unterbringen musst, solltest du ihn in Unterabschnitte unterteilen. Du kannst ihn in „Grundlegende Informationen“ (Schulen und Abschlüsse), „Auszeichnungen und Ehrungen“, „Zertifizierungen“, „Studentenorganisationen“ oder „Ehrenamtliche Tätigkeit“ unterteilen.
- Denk an ATS. ATS nutzt normalerweise Hochschulrankings, um Bewerber zu bewerten. Wenn du noch studierst und eine E-Mail-Adresse deiner Uni hast, nutze diese, um dich mit dem Ruf der Hochschule in Verbindung zu bringen. Achte darauf, den vollständigen Namen der Hochschule zusammen mit ihrer Abkürzung anzugeben, z. B. Massachusetts Institute of Technology (MIT).
- Besorg dir Zertifikate. Wenn du auf deinen akademischen Hintergrund nicht wirklich stolz sein kannst, hol dir ein Online-Zertifikat von einer der Top-Universitäten wie Harvard oder Yale. Dann kannst du den Namen der Hochschule zu deinem Vorteil nutzen.
- Sei ehrlich. Personalverantwortliche können sehr leicht überprüfen, ob deine Angaben zur Ausbildung der Wahrheit entsprechen. Sei auch ehrlich, was deine Noten angeht. Wenn du mit deinem Notendurchschnitt nicht zufrieden bist, lass ihn lieber ganz aus deinem Lebenslauf weg, anstatt ihn zu erfinden.
- Passe ihn an die Stelle an: Genau wie den Rest deines Lebenslaufs solltest du auch den Abschnitt „Ausbildung“ auf die Stellenbeschreibung zuschneiden. Wenn bestimmte Kurse oder Projekte, die du absolviert hast, zu den Anforderungen der Stelle passen, hebe sie unbedingt hervor. Das zeigt dem Arbeitgeber, dass du bereits über relevante Kenntnisse und Fähigkeiten für die Stelle verfügst.
Ach ja, und wenn du ein LinkedIn-Profil hast, das alle wichtigen Details enthält – einschließlich deines akademischen Hintergrunds, deiner Fähigkeiten, deiner Erfahrung und deiner Qualifikationen –, kannst du es mit nur einem Klick ganz einfach in einen professionellen Lebenslauf umwandeln.