Psychologie ist ein echt spannendes Studienfach. Und heutzutage wird der Bedarf an Psychologen und Beratern immer größer.
Wenn du mehr über eine Karriere in der Psychologie erfahren möchtest, kann dir dieser Artikel weiterhelfen.
Dieser einfache Schritt-für-Schritt-Leitfaden zeigt dir verschiedene Wege, wie du in dieses Fachgebiet einsteigen kannst.
Schau mal, welcher Weg der richtige für dich ist!
Wer ist ein Psychologe?
Oft werden Psychologen mit Psychiatern, Therapeuten oder Beratern verwechselt.
Allgemein gesagt ist ein Psychologe jemand, der menschliches Verhalten wissenschaftlich beobachtet.
Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse und Beobachtungen kann er entweder Einzelpersonen bei der Lösung ihrer Probleme helfen oder entsprechende wissenschaftliche Forschungen durchführen.
Die Grenzen zwischen Psychologen, Therapeuten und Beratern sind oft verschwommen. Der einzige Unterschied zwischen diesen Berufen kann ein zusätzlicher Kurs, ein anderes Wohnsitzland oder sogar eine Überschneidung sein. So kann beispielsweise ein Berater oft als Therapeut betrachtet werden.
Auf der anderen Seite gibt es einen klaren Unterschied zwischen einem Psychiater und einem Psychologen. Ein Psychiater ist ein Arzt mit einem medizinischen Abschluss und darf im Gegensatz zu einem Psychologen Medikamente verschreiben. Psychologen sind als Behandlungsmethode auf Gesprächstherapie beschränkt.
Verwechsle einen Psychologen auch nicht mit einem Lebensberater oder einem Dating-Coach. Während ein Psychologe eine bestimmte Ausbildung, Schulung und Lizenz haben muss, kann sich so ziemlich jeder als Lebensberater bezeichnen.
Darüber hinaus können nur klinische Psychologen (und Psychiater) eine psychische Erkrankung diagnostizieren.

Wie man Psychologe wird – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
Um Psychologe zu werden, musst du viel lernen, daran führt kein Weg vorbei. Für praktizierende Psychologen sind ein Bachelor- und ein Master-Abschluss ein Muss.
Allerdings hat jedes Land ein anderes System für Psychologen. Während in manchen Ländern ein Masterabschluss reicht, um eine Praxis zu eröffnen, und man nicht mal eine Lizenz braucht, ist das in den USA nicht so.
Hier brauchst du in den meisten Bundesstaaten einen Doktorgrad und eine spezielle Zulassung, um als Psychologe anerkannt zu werden.
Informiere dich auf jeden Fall immer über die spezifischen Anforderungen, die für den Ort gelten, an dem du in Zukunft praktizieren möchtest. Die Vorschriften unterscheiden sich nicht nur von Land zu Land, sondern auch von Bundesstaat zu Bundesstaat innerhalb der USA.
Im nächsten Kapitel findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit den genauen Bildungsvoraussetzungen, um Psychologe zu werden.
1. Erwirb einen Abschluss in Psychologie
- Beginne mit einem Bachelor-Abschluss. Dieser muss nicht unbedingt in Psychologie sein, ist aber hilfreich. Ein Bachelor-Abschluss in Beratung beispielsweise vermittelt dir eine solide Grundlage für das Verständnis menschlichen Verhaltens und den Beruf des Psychologen. Du kannst auch einen Bachelor-Abschluss in einem eng verwandten Fachbereich wie Sozialarbeit, Soziologie oder Neurowissenschaften erwerben.
- Der nächste Schritt ist ein Masterabschluss.Wenn du ein zugelassener Psychologe werden möchtest, musst du Psychologie studieren. Du kannst zwischen einem Master of Arts oder einem Master of Science wählen. Zu diesem Zeitpunkt kannst du dich bereits spezialisieren. Möchtest du dich auf Paartherapie konzentrieren? Oder möchtest du Kinderpsychologe werden? Wähle einen Masterstudiengang, der am besten zu deinem Endziel passt.
- In manchen Fällen kannst du den Master überspringen und direkt mit der Promotion anfangen.Wenn du dich für Wissenschaft und Forschung interessierst, könnte ein Ph.D.-Studiengang die richtige Wahl sein. Wenn du dagegen lieber als Therapeut mit Menschen arbeiten möchtest, solltest du dich für einen PsyD-Doktoratsstudiengang entscheiden.
2. Erfüll zusätzliche Anforderungen, um Psychologe zu werden
Nach Abschluss deines Studiums musst du nun Folgendes tun:
- Mach ein spezialisiertes Psychologiepraktikum oder hol dir einen Postdoktoratsabschluss. Da der Beruf des Psychologen mit großer Verantwortung verbunden ist, unterliegt dieser Bereich strengen Vorschriften. Bevor du nach deinem Studium als Psychologe tätig werden kannst, musst du 1500 bis 2000 Stunden an der Seite von erfahrenen Fachleuten arbeiten. Das entspricht ein bis zwei Jahren Berufserfahrung unter Aufsicht.
- Erwirb eine gültige Psychologie-Lizenz. Die Regeln sind in jedem Bundesstaat unterschiedlich und du brauchst eine bundesstaatsspezifische Lizenz, die vom Standort deiner Praxis abhängt. Der Erwerb einer Lizenz ist ein sehr wichtiger Teil deines Weges zum Psychologen. Dazu musst du eine ausreichende Punktzahl in der Prüfung für die berufliche Praxis in Psychologie erreichen.
Es gibt zwei weitere Anforderungen, die möglicherweise gelten:
- Absolvieren Sie eine Fortbildung. In den meisten Bundesstaaten muss ein praktizierender Psychologe pro Jahr eine bestimmte Anzahl von Fortbildungspunkten (CE) sammeln. Nicht alle Bundesstaaten haben diese Anforderung, aber zum Beispiel New York schon.
- Bestehen Sie weitere Prüfungen. In einigen Bundesstaaten müssen die Kandidaten auch eine mündliche Prüfung bestehen, bei der es sich um einen kompetenzbasierten Test oder einen Test zu Gesetzen und Ethik handeln kann.
Wenn du herausfinden möchtest, was in deinem Fall gilt, schau auf der Website der Association of State and Provincial Psychology Boards ( ASPPB) nach, ob du über die erforderliche Ausbildung und Erfahrung verfügst.
Christys Ratschlag
„Der Lebenslauf eines Psychologen kann länger als die üblichen zwei Seiten sein, vielleicht drei bis vier Seiten. So kannst du deine Leistungen und Aktivitäten, die für deine Karriere relevant sind, besser präsentieren. Hast du zum Beispiel Artikel veröffentlicht oder bist du in Publikationen erschienen? Wie sieht es mit Mitgliedschaften in Berufsverbänden oder ehrenamtlicher Beratung aus? Bist du in Ausschüssen oder Verbänden aktiv? Hast du Vorträge, Konferenzen oder Workshops gehalten? All dies sind hervorragende Möglichkeiten, deinen Lebenslauf zu bereichern. Füge jeweils einen eigenen Abschnitt hinzu. Füge Links zu Veröffentlichungen oder Medien hinzu.“
— Christy Morgan, HR-Expertin
3. Such dir einen spezialisierten Job als Psychologe
Wenn du bereits dein Studium abgeschlossen hast und einen Abschluss in Psychologie hast, steht dir eine Vielzahl von beruflichen Spezialisierungen zur Auswahl.
Für manche brauchst du einen bestimmten Abschluss, für andere reichen zusätzliche Qualifikationen in Psychologie aus.
- Entscheide zunächst, ob du in der Forschung oder mitKlienten arbeiten möchtest. Für die akademische Laufbahn brauchst du zumindest in einigen Bundesstaaten keine Lizenz.
- Wenn du dich für die Arbeit mit Klienten entscheidest, musst du dich möglicherweise zwischen einer Tätigkeit als Berater oder klinischer Psychologe entscheiden. Im letzteren Fall konzentrierst du dich auf die Behandlung spezifischer psychischer Erkrankungen. Ein Berater hingegen kümmert sich um das allgemeine Wohlbefinden eines Klienten. Für beide Tätigkeiten benötigst du fast immer einen Doktorgrad, dessen Erwerb bis zu acht Jahre dauern kann.
- Du kannst dich auch je nach deiner Klientel spezialisieren. Du kannst forensischer Psychologe, Familienpsychologe oder Kinderpsychologe werden. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten.
- Wenn du keinen Doktortitel in Psychologie oder keine Therapeutenlizenz hast, mach dir keine Sorgen! Du kannst trotzdem einen tollen Job in einem verwandten Bereich finden. Nach einer entsprechenden Ausbildung kannst du eine Karriere als Sozialarbeiter oder Suchtberater beginnen. Mit dem richtigen Master-Abschluss und einem Praktikum kannst du auch Ehe- und Familientherapeut werden.

4. Erstelle einen Lebenslauf und ein Anschreiben für den Bereich Psychologie
„Brauche ich als Psychologe überhaupt einen Lebenslauf und ein Anschreiben?“, fragst du dich vielleicht.
Die gute Nachricht ist, dass du als zugelassener Psychologe dein eigener Chef sein und deine eigene Praxis eröffnen kannst. Du musst also nicht den ganzen Prozess der Bewerbung und des Vorstellungsgesprächs durchlaufen.
Vielleicht möchtest du aber trotzdem an einer Schule, Universität, in einer bestehenden Praxis, im Gefängnis, in Behörden oder in einem Krankenhaus arbeiten. In diesem Fall musst du den üblichen Bewerbungsprozess durchlaufen (inklusive Lebenslauf und Anschreiben).
Hier sind ein paar Tipps für die Erstellung deines Lebenslaufs als Psychologe:
- Stell deine Berufserfahrungan erster Stelle. Auch wenn es sich nurum ein Praktikum oder eine betreute Ausbildunghandelt . Auch wenn du viele Jahre für dein Studium geopfert hast, gilt wie bei anderen Jobs auch: Je mehr praktische Berufserfahrung du hast, desto besser.
- Füge eine detaillierte Stellenbeschreibung hinzu. Mach deutlich, wie umfangreich deine Erfahrung ist, wie du in dieser Position Psychologie praktiziert hast, erwähne deine wichtigsten Erfolge und welche Fähigkeiten du erworben hast.
- Geh ins Detail, was deine Ausbildung angeht. Deinezukünftigen Arbeitgeber erwarten, dass du die nötige Ausbildung hast.
- Gib deine Zulassung an. Mach deutlich, was dein Spezialgebiet ist und in welchem Bundesland du praktizieren darfst.
- Füge veröffentlichte Artikel, besuchte Konferenzen und spezielle Schulungen hinzu. All dies beweist, dass du dich in deine Arbeit vertiefen kannst.
- Erwäge, ein Profil zu verfassen. Eine einfühlsame Persönlichkeit oder eine spezifische psychologische Ausbildung sind einige der wichtigen Aspekte der Arbeit eines Psychologen. Aus diesem Grund solltest du dies deinem potenziellen Arbeitgeber gegenüber deutlich machen. Füge einen kurzen Text hinzu, in dem du über dich selbst, deinen Umgang mit Klienten und die von dir praktizierte und von dir vertretene Therapiemethode schreibst.
Beispiel für einen Lebenslauf im Bereich Psychologie
Brauchst du mehr Inspiration? Schau dir unsere Beispiele für Lebensläufe im Bereich Psychologie an.
Und was ist mit einem Anschreiben für Psychologie?
- Anschreiben sind nicht immer erforderlich. Reichedaher nur dann ein Anschreiben ein, wenn du darum gebeten wirst.
- Wenn möglich, richte es an die Person, die für die Einstellung zuständig ist.
- Schreib eine eingängige Einleitung. Dererste Eindruck zählt.
- Achte auf eine klare Struktur. Gestalte den Text prägnant und leicht lesbar, indem du logisch aufgebaute Absätze verwendest.
- Füge eine Liste der Anforderungen bei, die du erfüllst und die auch in der Stellenausschreibung aufgeführt waren.
Wenn du allgemeinere Tipps brauchst, gibt es einen ausführlichen Artikel, der dich durch den Prozess des Schreibens eines Anschreibens für deinen Job im Bereich Psychologie führt. Oder schau dir einfach das unten stehende Beispiel für ein Anschreiben an.
Beispiel für ein Anschreiben im Bereich Psychologie
Brauchst du mehr Inspiration? Schau dir unsere Beispiele für Anschreiben im Bereich Psychologie an.
5. Vorstellungsgespräch im Bereich Psychologie
Bevor du zum Vorstellungsgespräch gehst, solltest du sicherstellen, dass du
- Du auf die häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch vorbereitet bist. Zum Beispiel , wo du dich in fünf Jahren siehst oder warum du dich entschieden hast, Psychologe zu werden. Außerdem wird ein besonderer Fokus auf deine Persönlichkeit und Charaktereigenschaften gelegt – schließlich sind das einige deiner wichtigsten Werkzeuge.
- Du dich gründlich über das Unternehmen informiert hast. Du solltest wissen, wo du arbeiten möchtest.
- Deine Spezialisierung passt zur Stellenbeschreibung. Zu viele Leute bewerben sich auf Stellen, die nur am Rande mit ihrem Fachgebiet zu tun haben. Dann sind sie überrascht und enttäuscht, wenn sie die Stelle nicht bekommen.
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