Auf dem schnelllebigen Arbeitsmarkt von heute ist der erste Eindruck entscheidend, und der beginnt oft mit einer E-Mail. Da sich viele Bewerber um dieselbe Stelle bewerben, ist die perfekte Betreffzeile für deine Bewerbungs-E-Mail der Schlüssel, um die Aufmerksamkeit des Personalverantwortlichen zu gewinnen.
Die Betreffzeile deiner E-Mail ist mehr als nur ein paar Worte – sie ist eine Chance, deine Professionalität, deine Liebe zum Detail und deine Fähigkeit, Anweisungen zu befolgen, zu zeigen. Außerdem kann sie der Schlüssel dazu sein, dass deine E-Mail geöffnet und dein Lebenslauf gelesen wird.
Dennoch unterschätzen viele Arbeitssuchende die Bedeutung der Betreffzeile, wenn sie ihre Lebensläufe per E-Mail verschicken, was dazu führt, dass ihre Bewerbungen abgelehnt werden, ohne dass ihre Lebensläufe überhaupt angesehen werden.
Die folgenden E-Mails werden garantiert sofort gelöscht:
Schlechtes Beispiel für einen E-Mail-Betreff
Betreff: Hallo / Lebenslauf / Jobsuche / Dennis Fraser / Fleißiger Mitarbeiter! / ICH BRAUCHE EINEN JOB!!!!!!!!!
Damit du solche Fehler vermeiden kannst, zeigen wir dir 5 Beispiele für Betreffzeilen und geben dir Tipps, wie du die perfekte Betreffzeile schreibst.
Verschiedene Arten von Betreffzeilen für E-Mails mit Lebensläufen
Bevor du mit dem Schreiben deiner E-Mail-Betreffzeile beginnst, überleg dir kurz, welche Art von Einleitung deine E-Mail mit Lebenslauf braucht.
Bewirbst du dich für eine bestimmte Stelle? Handelt es sich um eine Initiativbewerbung oder reagierst du auf eine offene Ausschreibung?
Wähle je nach Situation und Tonfall des Unternehmens, bei dem du dich bewirbst, eine der folgenden Betreffzeilen aus, die am besten passt:

1. Vorgegebene Betreffzeile
Oftmals musst du dir gar keine Gedanken darüber machen, was du in die Betreffzeile schreiben sollst, da manche Arbeitgeber in der Stellenanzeige klare Vorgaben zur Betreffzeile der E-Mail machen.
Schau also immer in der Stellenanzeige nach, ob es spezielle Anweisungen zur Bewerbung gibt, vor allem zum Betreff der E-Mail.
In den meisten Fällen möchte der Personalverantwortliche, dass du deinen Namen und die Bezeichnung der Stelle, auf die du dich bewirbst, in die Betreffzeile schreibst.
Wenn die Anweisungen zur Betreffzeile in der Stellenanzeige enthalten sind, solltest du dich daran halten:
- Befolge die Anweisungen genau und halte dich an das vorgegebene Format.
- Nimm nichts weg (und füge nichts hinzu). Es magzwar etwas langweilig erscheinen, nur deinen Namen und die Stellenbezeichnung anzugeben,aber wenn du die Betreffzeile trotz klarer Anweisungen übertreibst, kann das zu einem Desaster führen. Du hast die Möglichkeit, spezifische Details anzugeben oder fehlende Teile deiner Bewerbung zu erklären, sobald die Personalverantwortlichen entscheiden, dass sie diese benötigen.
Denk daran, dass dies deine erste Chance ist, deinem potenziellen Arbeitgeber zu zeigen, dass du aufmerksam bist und Anweisungen befolgen kannst. Mach das Beste daraus.
2. Standardisierte Betreffzeile
Wenn die Stellenanzeige keine Anweisungen enthält, kannst du dich auch einfach an die Grundlagen halten. Die Verwendung einer Standard-Betreffzeile für deine E-Mail mit dem Lebenslauf schadet nicht.
Die wichtigsten Infos, die in der Standard-Betreffzeile stehen sollten, sind:
- die Stellenbezeichnung
- dein Name
- die Job-ID (falls vorhanden)
Die Personalverantwortlichen müssen auf den ersten Blick erkennen können, auf welche Stelle du dich bewirbst. So können sie deine Bewerbung leicht finden und die Flut von E-Mails einfach durchsuchen, indem sie nach der Stellenbezeichnung suchen.
Am Ende sollte das so aussehen:
3. Kurze und informative Betreffzeile
Wenn du dir über die angebotene Stelle nicht sicher bist (vielleicht weil du eine Initiativbewerbung schickst), kann Kürze der Schlüssel zum Erfolg sein.
Warum? Lange Betreffzeilen von E-Mails können automatisch in den Spam-Ordner verschoben werden. Du solltest sicherstellen, dass das nicht mit der E-Mail passiert, an die du deinen Lebenslauf angehängt hast.
Außerdem lesen immer mehr Leute ihre E-Mails auf dem Smartphone statt auf dem Computer. Und auf Mobilgeräten werden nur 25 bis 30 Zeichen der Betreffzeile angezeigt.
Wenn du die Wortzahl deiner Betreffzeile reduzieren und sie wirkungsvoller gestalten möchtest, verwende diese Formel:
Verwende die ersten paar Wörter, um direkt auf den Punkt zu kommen. Die zusätzlichen Infos, wie deine Qualifikationen und Erfahrungen, kannst du ans Ende setzen.
Dann könnte eine kurze und informative Betreffzeile so aussehen:
4. Betreffzeile mit einer Empfehlung
Wenn du das Glück hast, dass dich jemand, der bereits für das Unternehmen arbeitet (oder mit ihm verbunden ist), fürdie Stelle empfohlenhat, zögere nicht und gib den Namen dieser Person direkt in der Betreffzeile an. Hier ist der Grund dafür:
- Das weckt das Interesse der Personalverantwortlichen und macht sie neugierig auf dich.
- Außerdem schafft es ein Gefühl von Vertrauen und Zuverlässigkeit.
Schau dir einfach das folgende Beispiel an:
5. Aussagekräftige Betreffzeile
Der Sinn der Betreffzeile ist es, zu informieren und Aufmerksamkeit zu erregen. Hast du also wichtige Erfahrungen, Qualifikationen oder Zertifizierungen, die dir einen Vorteil verschaffen könnten?
Wenn ja, solltest du ernsthaft darüber nachdenken, diese bereits in der Betreffzeile der E-Mail zu erwähnen – vor allem, wenn die Stelle genau diese Fähigkeiten erfordert.
Das folgende Beispiel zeigt dir, wie du dies erreichen kannst, indem du relevante Zertifizierungen und deine Berufserfahrung in der Betreffzeile angibst:
8 Tipps, was du in die Betreffzeile einer E-Mail mit Lebenslauf schreiben solltest
Jetzt, wo du weißt, welche Art von Betreffzeile du wählen solltest, lerne, was du beim Verfassen beachten solltest und was nicht.
Mit diesen 8 Tipps hebst du dich von der Masse der Bewerber ab:

1. Bleib professionell
Achte darauf, dass sowohl deine Betreffzeile als auch deine E-Mail-Adresse gepflegt und professionell sind und verwende eine höfliche, neutrale Sprache. Um das zu erreichen:
- Verzichte zunächst auf informelle Ausdrücke oder saloppe Begrüßungen wie„Hey”oder„Was geht?”. Die Betreffzeile einer E-Mail ist auch nicht der richtige Ort für Witze oder Wortspiele.
- Zweitens solltest du darauf achten, dass deine E-Mail-Adresse angemessen ist – eine E-Mail-Adresse wie pete69@gmail.com könnte Personalverantwortliche an deiner Seriosität und deinem Urteilsvermögen zweifeln lassen.
2. Vergiss die Schlüsselwörter nicht
Personalverantwortliche verwenden häufig Filter, um den ständigen Zustrom von E-Mails zu verwalten.
Um dieser Praxis so gut wie möglich gerecht zu werden, ist es wichtig, deine Betreffzeile so relevant wie möglich zu gestalten, indem du Schlüsselwörter einfügst, die sich auf die Stelle beziehen, auf die du dich bewirbst.
Das können Stichwörter wie„Bewerbung”oder„Bewerber”sein.
Und natürlich das Tüpfelchen auf dem i: die Bezeichnung der Stelle, auf die du dich bewirbst, wahrscheinlich das relevanteste Schlüsselwort, das du verwenden kannst.
Wenn du ihn nicht in deine Betreffzeile einbauen kannst, solltest du ihn zumindest im Text der E-Mail erwähnen. So kann deine E-Mail unter den unzähligen E-Mails anderer Bewerber gefunden werden.
3. Bezeichnungen einfügen
Du möchtest sofort zeigen, dass du qualifiziert und für die Stelle besser geeignet bist als deine Mitbewerber. Die Betreffzeile ist deine einmalige Gelegenheit, dich von anderen abzuheben und sofort die Aufmerksamkeit des Personalverantwortlichen auf dich zu lenken.
Füge alle relevanten Abkürzungen oder Akronyme hinzu, die mit deiner Position in Verbindung stehen, wie z. B. akademische Abschlüsse wie BA, MBA oder Ph.D. hinter deinem Namen.
Diese Strategie ist besonders nützlich, wenn du dich für eine akademische Stelle oder eine Position bewirbst, die eine spezielle Ausbildung erfordert.
4. Erwähne keine Soft Skills
Nachdem wir nun gesagt haben, was du angeben solltest, ist es auch wichtig, sich zu merken, was du vermeiden solltest.
Deine Betreffzeile soll zwar für dich werben, aber sie sollte niemals wie eine Marketing-E-Mail klingen.
Vermeide daher Soft-Skill-Schlagworte wie„talentiert”oder„fleißig”. Mit solchen Formulierungen wirkst du vage und nicht kompetent oder professionell genug.
Das schreckt Personalverantwortliche ab und kann dazu führen, dass deine E-Mail im Papierkorb landet.
5. VERMEIDE GROSSBUCHSTABEN
Die Verwendung von Großbuchstaben ist das digitale Äquivalent zum Anschreien des Personalverantwortlichen. Es erregt zwar die Aufmerksamkeit, aber auf die denkbar schlechteste Weise.
Vermeide sie also um jeden Preis.
Generell solltest du alle Formatierungen oder Ausdrücke vermeiden, die eine emotionale Reaktion hervorrufen. Denk daran, dass du dich in einem professionellen Umfeld befindest und deine Worte dies widerspiegeln sollten.
6. Vermeide Satzzeichen
Verzichte auf überflüssige Satzzeichen und nonverbale Symbole, die deine Betreffzeile unübersichtlich oder unprofessionell wirken lassen können.
Vermeide Sonderzeichen wie:
- Ausrufezeichen
- Fragezeichen
- Hashtags
- &
- * * *
- etc.
In der offiziellen Kommunikation, wo du dich als kompetenter Profi zeigen willst, haben sie einfach nichts zu suchen.
Halt dich lieber an die Standardformatierung und folge der Philosophie „weniger ist mehr“, um deine Betreffzeile klar und übersichtlich zu gestalten.
7. Korrekturlesen
E-Mail-Betreffzeilen werden oft vergessen, wenn du deinen Lebenslauf oder den Text der E-Mail Korrektur liest. Das ist aber einer der schlimmsten Fehler, die du machen kannst.
Achte darauf, dass dein Text klar und fehlerfrei ist. Deine Betreffzeile ist der erste Eindruck, den du hinterlässt, und jeder Tipp- oder Grammatikfehler kann diesen Eindruck ruinieren.
8. Lass sie nicht leer
Alles ist besser als gar keine Betreffzeile in einer E-Mail. Nun, fast alles.
So oder so, es ist sehr wahrscheinlich, dass ein vielbeschäftigter Personalverantwortlicher eine E-Mail ohne Betreffzeile direkt in den Papierkorb verschiebt, ohne sie überhaupt zu öffnen. Egal, wie gut dein Lebenslauf oder dein Anschreiben ist.
Selbst wenn du Schwierigkeiten hast, die richtigen Worte zu finden, ist es besser, sich Zeit zu nehmen und darüber nachzudenken, als gar nichts zu schreiben.
Die Betreffzeile deiner E-Mail mit dem Lebenslauf ist nur der Anfang
Um deine Bewerbung hervorzuheben, weißt du bereits, wie man eine aufmerksamkeitsstarke Betreffzeile schreibt. Aber das ist noch nicht alles.
Da in der Vorschau der erste Absatz deiner E-Mail angezeigt wird, sollten auch deine ersten 2–3 Sätze überzeugen.
Versuche, deine Gründe für das Schreiben, deine gewünschte Position und deinen relevanten Hintergrund kurz zusammenzufassen. Du kannst diese Punkte später ausführlich erläutern, sobald du den Leser dazu gebracht hast, die ganze E-Mail zu lesen.
Damit deine Bewerbungs-E-Mail gut ankommt, solltest du auch Folgendes beachten:
- Sprich den Personalverantwortlichen mit seinem Namen an (vorzugsweise mit dem Nachnamen).
- Wähle eine gut lesbare und optisch ansprechende Schriftart und Schriftgröße.
- Beende deine E-Mail mit einer höflichen und angemessenen Grußformel
- und mehr.
Antworten und weitere Tipps findest du in unserem ultimativen Leitfaden für E-Mail-Lebensläufe, der dich durch alle notwendigen Schritte vor dem Absenden deiner Bewerbung führt.
Schau dir zum Schluss auch diesen Video-Leitfaden zum Versenden von Lebensläufen per E-Mail an:
Dieser Artikel wurde kürzlich aktualisiert. Der Originalartikel wurde 2018 von Jakub Kaprál geschrieben.